„ÜberLeben“ - der neue Live-Vortrag

Reinhold Messner gilt als der berühmteste Abenteurer und Bergsteiger unserer Zeit. Er bezwang als erster Mensch den  Mount Everest ohne Sauerstoffmaske, bestieg alle 14 Achttausender, bezwang die Seven Summits und stand auf 3500 Gipfeln. Er durchquerte zu Fuß die größten Eis- und Sandwüsten der Erde, die Antarktis, die Wüste Gobi und Takla Makan und überquerte Grönlands Eis. Kaum einer ist so oft an sein Limit gegangen wie er.

Reinhold Messner skizziert in seinem neuen Live-Vortrag seinen Weg vom Südtiroler Bergbub zum größten Abenteurer unserer Zeit. Es sind die Essenzen eines Bergsteigerlebens, von dem man nicht erwarten musste, dass es nun schon 70 Jahre währt. Seinen Wagemut würde ein vernünftiger Mensch wohl eher als Übermut bezeichnen und auch Messner sagt dazu: "Ich lege Wert darauf, dass ich einer bin, der von seinen Reisen zurückgekommen ist. Ich bin einer der Wenigen meiner Generation, die überlebt haben." Aber warum dieses Grenzgängertum, warum dieses extreme Risiko? Ist es Todesmut – oder gar Lebensmüdigkeit? In seinem Vortrag "ÜberLeben" sucht Messner nach Antworten und erklärt, was wir über unser Menschsein erfahren, wenn wir uns dieser Angst und Einsamkeit derart schonungslos ausliefern? "Ich erzähle nicht, wie viele Haken ich geschlagen habe oder wie viele Tage ich unterwegs war – das interessiert niemanden. Ich erzähle, was mit mir passiert, wenn ich mich in diese archaischen Welten begebe."

Wort- und bildgewaltig hält er in „ÜberLeben“ Rückschau auf seine sieben Jahrzehnte, die schon so früh von der Begegnungen mit dem Tod und extremen Naturerlebnissen geprägt wurden. Ungeschminkt, persönlich, nachdenklich - in diesem Gewand kommt Messners neuer Vortrag daher, er ringt dabei um Begriffe wie Mut, Leidenschaft und Verantwortung. Er spricht über Ehrgeiz und Scham, Alpträume und das unvermeidliche Altern, über Neuanfänge und über die Fähigkeit, am Ende loszulassen.